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Interview
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“Ich komme vorwärts, das ist was zählt”
INTERVIEW: JANOSCH BERTRAM

designiker: Leon, schön dich wieder hier bei uns in Bonn begrüßen zu dürfen, wie geht es dir?
Leon Binder: Sehr gut, danke.
Es hat sich einiges getan bei dir in den letzten Monaten, du wohnst jetzt in Köln und spielst wieder bei einem Traditionsverein, wie kam es dazu?
Ja, stimmt, ich habe mich für Sportfreunde Siegen entschieden und mich bereits während der Sommerpause für ein Studium an der deutschen Sporthochschule Köln beworben. Durch die Vertragsunterzeichnung in Siegen und die Zulassung an der "Spoho" Köln hat Eins zum Anderen geführt und ich bin nach Köln gezogen!
Ein Studium also als zweites Standbein, was studierst du genau?
Ja, richtig, ich studiere Sportmanagement und Sportkommunikation. Die Kombination mit dem Fußball passt perfekt, weil alle Parteien Hand in Hand arbeiten, das macht es sehr einfach. Die Priorität liegt aber klar auf dem Fußball.
Und dort verstärkst du die Sportfreunde aus Siegen seit Beginn der Saison?!
Ja, kann man so sagen, ich komme nirgendswo hin um mitzuspielen, sondern um zu helfen. Und das Ziel lautet Aufstieg.
Das wäre dann bereits dein 3. Regionalliga Aufstieg!?
Ja, zwar eher unfreiwillig wieder, da ich ja letzte Saison noch Regionalliga gespielt hab, aber aufgrund der Umstrukturierung der Regionalligen war die NRW-Liga sportlich und wirtschaftlich reizvoller.
Und auch heute bist du mit deiner Entscheidung einverstanden?
Ja, definitiv, ich denke nicht in Konjunktiven sondern immer nur im Hier und Jetzt und ich bin sehr glücklich, sowohl sportlich, als auch privat, verstehe mich blind mit meinem Trainer Michael Boris, von daher kann ich mich nicht beschweren wie es letztendlich gelaufen ist. Ich komme vorwärts, das ist was zählt.
Und das Gefühl hattest du in Aachen nicht mehr?
Nein, ich hatte genau das gegenteilige Gefühl, das muss ich so direkt sagen, von daher musste ich mich verändern.
Du trägst in Siegen wieder deine Lieblingsrückennummer 24, spornt dich das zusätzlich an mit deinem "Markenzeichen" auf dem Trikot?
Würde ich jetzt so direkt nicht sagen, aber ich habe wieder um "meine" Rückennummer gebeten, da ich die 24 als Tattoo auf dem Rücken trage, also passt sie und steht mir hoffentlich auch ein wenig (lacht).
Die Luftveränderung nach Köln, wie ist sie dir bekommen?
Überragend gut! Das liegt daran, dass ich mit dem Leben in Köln meinem Freundeskreis sehr nahe bin und in einer der schönsten Metropolen Deutschlands gelandet bin. Was will man mehr?!
Was hat sich in deinem Alltag verändert?
Ich bin jetzt fünf Tage die Woche an der Sporthochschule, fahre im Anschluss direkt mit meinen Teamkollegen Daniel Grebe und Alexander Hettich zum Training und habe zwar weite Wege zum Training, aber jeder Kilometer ist es mir wert, da ich großen Spaß habe mit dieser Mannschaft. Und die Ergebnisse sprechen für uns.
Apropos Ergebnisse, die nackten Zahlen zeigen einen zweiten Tabellenplatz und herausragende persönliche Statistiken für den Spieler Leon Binder!?
Ja, das stimmt schon, der 2. Platz war nicht direkt zu Erwarten wenn man uns mit der Konkurrenz vergleicht. Dabei ist meine Trefferquote ganz gut ausgefallen bis jetzt, aber viel wichtiger ist, dass wir defensiv kompakt stehen, denn das sehe ich als meine Hauptaufgabe. Und nach anfänglichen Schwierigkeiten und taktischen Veränderungen haben wir uns im Wahrsten Sinne gefestigt.
Aber Hand aufs Herz, 7 Tore, alle Spiele über die vollen 90 Minuten gespielt, drei Siegtreffer erzielt gegen direkte Konkurrenten um den Aufstieg, dabei nur 2 Gegentore in den letzten 9 Begegnungen kassiert, das kann sicher kein anderer Verteidiger aus irgendeiner Liga vorweisen!
Ja, kann gut sein da muss man mal google fragen oder transfermarkt.de oder so... (lacht). Nein, Spaß bei Seite, ich will nicht abgedroschen klingen aber bei uns ist das ist eine Sache von Training, Vertrauen und Teamwork und nicht einfach nur individuelle Qualität.
Wo soll diese „Qualität“ denn noch hinführen?
Nach oben!
vielen Dank Leon, wir wünschen dir eine erholsame Winterpause und viel Erfolg für die Rückrunde!
Danke gleichfalls, frohe Festtage wünsch ich und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
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